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Kapitel 4: Verkehr

Anlass: Kreistagswahlprogramm 2014
VerfasserIn: Töppi (Wurzelwerk-Profil)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 27.12.2013, 18:04 Uhr

Text

203Verkehr ist für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ein hoch komplexes Thema, dem wir viel
204Aufmerksamkeit schenken.
205Verkehr sichert einerseits Arbeitsplätze, stellt die Versorgung der Bevölkerung
206und Industrie/Gewerbe und sorgt vor allem auch für die Beförderung von Menschen.
207Andererseits beeinflusst Verkehr Natur und Umwelt durch Emissionen verschiedener
208Art in einem erheblichen Maße.
209Dieser problematischen Entwicklung gilt es auch in unserem Altkreis Einhalt zu
210gebieten. Maßnahmen dazu dürfen aber nicht störend den Verkehr beeinflussen,
211sondern sollen regulierenden und ergänzenden Einfluss nehmen. Unser Ziel ist
212nicht Verkehr zu verhindern, sondern im Einklang mit Mensch und Natur zu
213steuern.
214Zu dieser Steuerung gehört für uns der Ausbau des ÖPNV in enger Zusammenarbeit
215mit dem Altkreis und den Städten und Gemeinden auf der einen, der Deutschen Bahn
216AG und dem Verkehrsverbund Oberelbe auf der anderen Seite. Auch in der Zukunft
217setzen wir uns für den Erhalt des Eisenbahnknotens Riesa mit Anbindung an die IC
218– Linien ein. Wir fordern die Anbindung von Großenhain an den Fernverkehr
219(IC/EC) der Deutschen Bahn AG von und nach Berlin. Im Nahverkehr der Bahn ist
220die S-Bahnanbindung von Riesa und Großenhain nach Dresden und die Verkürzung der
221Taktzeiten anzustreben. Anschlüsse zwischen den verschiedenen Nah- und
222Fernverkehrslinien sind auszubauen. Auch hier gilt ebenso wie für Buslinien -
223das Angebot muss dem Bedarf angepasst werden.
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224Die Preise müssen, unter Beachtung aller Kriterien im sozialen, ökologischen und
225ökonomischen
226Bereich bürgerfreundlich gestaltet bleiben. Dies ist umso wichtiger, da sich mit
227Bildung unseres neuen Landkreises z.B.: die Wege zu den Ämtern für die
228Bevölkerung verlängert haben. Nicht nur der öffentliche Verkehr zwischen den
229Verwaltungszentren des Landkreises sondern auch im ländlichen
230Raum soll erweitert und verbessert werden.
231Im gesamten Altkreis ist das Fuß- und Radwegenetz weiterhin ständig zu
232entwickeln und auszubauen, dabei haben Schulwege unbedingt Vorrang. Die
233Schaffung von Fahrradstreifen am Straßenrand sehen wir als gute Alternative und
234als einen fairen Kompromiss an. Radfahrerinnen und Radfahrer tragen einen
235erheblichen Teil zum Verkehrsaufkommen im Altkreis bei.
236Das Straßennetz im Altkreis ist trotz zahlreicher Baumaßnahmen, immer noch in
237einem schlechten
238Zustand. Die Sanierung alter Straßen hat für uns Vorrang. Der Neubau von
239Umgehungsstraßen
240großer Stadt- und Ortskerne wird von uns begrüßt. Diese müssen aber immer
241ökonomisch und ökologisch vertretbar sein.
242Vor allem in den Städten Riesa, Großenhain, Gröditz und Strehla stellen noch
243immer unebene Fußwege aber auch erhöhte Eingänge zu Einrichtungen und Ämtern
244erhebliche Hindernisse für Behinderte und ältere Menschen da. Wir setzen uns
245verstärkt dafür ein, dass allerorts diesem, immer noch unbefriedigenden Umstand
246Abhilfe geschaffen wird. Behinderten Mitbürgern ist bei
247öffentlichen Sitzungen der Gemeinde- und Stadträte, sowie des Kreistages ein
248ungehinderter und gefahrloser Zugang zu gewährleisten.
249Bei Parkplatzkapazitäten und der Beschaffenheit der Fußwege sehen wir weiteren
250Handlungsbedarf. Das wilde Parken auf Fußwegen muss durch die Ordnungsbehörden
251noch stärker kontrolliert und noch konsequenter geahndet werden.
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Änderungsvorschläge

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