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Kapitel 5: Bauwesen/ Wohnungspolitik

Anlass: Kreistagswahlprogramm 2014
VerfasserIn: Töppi (Wurzelwerk-Profil)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 27.12.2013, 18:06 Uhr

Text

253Der Zustand unserer Städte hat sich in den letzten Jahren zum besseren
254gewandelt. Vieler Orts wurden fast verfallene, erhaltenswerte Häuser gerettet
255und frisch saniert. Ein menschenwürdiges Wohnen ist (zumindest für viele )
256wieder möglich geworden.
257BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich für Förderung und Erhaltung eines attraktiven
258Wohnumfeldes durch ökologische Kommunalentwicklung und Zukunftssicherung ein.
259Verbindungselemente zwischen Wohn-, Infra- und Einkaufsstrukturen sollen
260erhalten bleiben und bei Planungen
261berücksichtigt und weiter ausgebaut werden. Unsere Bau – und Wohnungspolitik ist
262von 4 Grundsätzen geleitet:
263Frühestmögliche Bürgerbeteiligung
264Nicht nur die Parteien mit ihren Abgeordneten in den Parlamenten stehen in der
265Verantwortung für eine gute Bau- und Wohnungspolitik. Vor allem auch die Bürger,
266die Anwohner, die Betroffenen müssen die Möglichkeit erhalten ihr
267Mitspracherecht (-pflicht) schon in der Planungsphase wahrnehmen zu können, um
268ihre Vorstellungen und Ideen mit einbringen zu können und zwar mehr als bisher.
269Dies soll vor allem durch regelmäßige Informationsveranstaltungen in den
270betroffenen Gebieten/Stadtteilen erreicht werden. Bürgerinitiativen dürfen nicht
271länger als Gegner angesehen, sondern müssen als Partner anerkannt werden.
272Kinder- , behinderten- und altengerechtes Bauen
273In den letzten Jahren wurden viele Spielplätze neu geschaffen. Dies begrüßen wir
274ausdrücklich. Zur Sicherheit der Kinder ist in den Wohngebieten verstärkt auf
275verkehrsberuhigte Zonen zu achten. Es sind auch weiterhin Spielmöglichkeiten in
276unmittelbarer Wohnnähe zu schaffen. Bei allen Baumaßnahmen sind die Belange von
277Menschen mit Behinderung aber auch von Seniorinnen und Senioren zu
278berücksichtigen.
279Um dies zu erreichen ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den zuständigen
280Ämtern und den verschiedenen Behindertenvereinen, Seniorenvereinen und
281Selbsthilfegruppen anzustreben.
282Wir unterstützen die Schaffung von neuen Begegnungsstätten in ehemaligen Räumen
283der Kommunen, da es in einigen Dörfern keinerlei öffentliche Räume und
284Versorgungseinrichtungen mehr
285gibt.
286Umweltgerechtes Bauen und ausreichende Begrünung
287Wir brauchen das „Grün“ dort am dringendsten, wo wir leben, also direkt vor
288unserer Haustür. Neben der Erhaltung von Baum- und Strauchbeständen in
289Wohngebieten und innerstädtischem
290Gebiet, bedeutet das auch eine Erhöhung von Neupflanzungen. Projekte zur
291Stadtbegrünung müssen konsequenter als bisher angegangen werden. Grüne Fassaden
292und Dächer verschönern
293unserer Städte und tragen u.a. zur Luftverbesserung und Wärmedämmung bei. Bei
294allen Bauvorhaben sind umweltgerechte Baustoffe zu verwenden. Besonders bei dem
295Bau von Parkplätzen ist die Versiegelung von Flächen so gering wie möglich zu
296halten. Die Bebauung von Flußauen und
297Hochwasserrückzugsgebieten (wie alte Flussläufe) hat zu unterbleiben und wird
298von uns auf das schärfste abgelehnt.
299Vermeidung von Polarisierungen
300Eine Sanierung in sensiblen Gebieten (Innenstädte/Altstädte) muss vor einem
301Neubau angestrebt werden. Wenn Neubauten nicht zu umgehen sind, sind diese an
302die dörfliche Substanz des Gebietes anzupassen.
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