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Kapitel 6: Naturschutz

Anlass: Kreistagswahlprogramm 2014
VerfasserIn: Töppi (Wurzelwerk-Profil)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 27.12.2013, 18:07 Uhr

Text

304Das ökologische Gleichgewicht ist noch immer gestört. Gründe waren das
305rücksichtslose Wirtschaften und Verhalten auf Kosten von Natur und Umwelt.
306Während diese Ursachen heute größtenteils beseitigt sind, ergeben sich durch den
307Verkehr (Schwerlast- und Individualverkehr) und den Flächenbedarf für
308Wohnungsbau- und Gewerbestandorte erhebliche Probleme. Bei Umwelt- und
309Naturschutzproblemen fordern wir ein Akteneinsichtsrecht
310für Organisationen und Bürgerinnen und Bürger.
311Wir unterstützen alle Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässergüte zur
312Herstellung und Erhaltung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. Wir
313befürworten die Erhaltung und Unterschutzstellung von Lebensräumen besonders
314gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, sowie von Landschaftsbestandteilen, die
315sich durch besondere Schönheit und Einmaligkeit auszeichnen bzw. besondere
316Bedeutung für die Erholung haben. Ebenso sind die weiträumigen Waldflächen im
317Ostteil des ehemaligen Altkreises Großenhain zu erhalten und für einen sanften
318Tourismus zu nutzen.
319Wir treten ein für die Weiterführung von Maßnahmen zur Landschaftspflege und zur
320Erhaltung von Parks. Wir wollen das landschaftsgerechte Bauen und die Erhaltung
321traditioneller Landschaftsbilder fördern, Bebauungspläne sollen auch einen
322Grünordnungsplan erhalten. Vorhaben, die den Grundwasserspiegel absenken sind
323besonders kritisch zu betrachten. In der Vergangenheit durchgeführte Absenkungen
324sollten schrittweise wieder rückgängig gemacht werden. Der
325Regenwasserversickerung ist verstärkte Aufmerksamkeit zu widmen. Die
326Versiegelung großer Flächen und die Bebauung der Flußauen wird durch uns strikt
327abgelehnt. Wir unterstützen besonders alle be- und entstehenden örtlichen
328Umwelt- und Naturschutzgruppen, sowie Initiativen zur Bewahrung von Natur und
329Umwelt und streben mit diesen eine enge Zusammenarbeit an. Darüber hinaus
330streben wir an, das Umweltzentrum von „Pro Natura“ im „Haus des Gastes“ in
331Diesbar-Seußlitz zu einem kreisweiten Naturschutzzentrum im neuen Landkreis
332auszubauen.
333Die im Kreisgebiet vorkommenden, besonders schützenswerten Tierarten müssen
334durch geeignete Maßnahmen weiter im Bestand stabilisiert werden. Biotope sind zu
335erhalten und vor schädigenden Einflüssen zu schützen.
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