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Kapitel 8: Energiepolitik

Anlass: Kreistagswahlprogramm 2014
VerfasserIn: Töppi (Wurzelwerk-Profil)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 27.12.2013, 18:08 Uhr

Text

367BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landkreis Meißen stehen auch weiterhin für eine
368zukunftsorientierte Energiepolitik und setzen auf die Nutzung von erneuerbaren
369Energien (Sonne, Wind, Wasser u.a.).
370Ausbau- und entwicklungsfähig ist dabei der Weg der Riesaer Stadtwerke (Kraft-
371Wärmekopplung). Die Nutzung von erneuerbaren Energien muss nach wie vor
372verstärkt für Industrie aber auch Großverbraucher und Private bekannt gemacht
373und gefördert werden. Bei der Nutzung von Sonnenenergie unter anderen an
374öffentlichen Gebäuden sollten Kommunen und
375Gemeinden weiter mit gutem Beispiel vorangehen und ihrer Vorbildwirkung gerecht
376werden. Im Stadtrat der Großen Kreisstadt Riesa wurden dazu die ersten Schritte
377gewählt, welche wir Bündnisgrünen unterstützen.
378Auch dem Thema Lichtverschmutzung messen die Bündnisgrünen eine zunehmende
379Bedeutung bei. Gerade in Anbetracht der Klima Veränderung in diesem Jahrhundert
380halten wir Energieverschwendung durch unnötige Beleuchtung wie Sky-Beamer und
381Lichtreklame für unverantwortlich.
382Wir appellieren auch an Städte und Gemeinden Sparmöglichkeiten bei der
383Beleuchtung von Strassen und Wegen zu nutzen, allerdings ohne Einschnitte in die
384Sicherheit des Straßenverkehrs und der Bevölkerung in Kauf zu nehmen.
385Wir nehmen zur Kenntnis dass es in der Region verstärkt Planungen für
386verschiedene Biogasanlagen gibt und begrüßen dies ausdrücklich. Allerdings
387sollte dabei immer auch neben wirtschaftlichen und verkehrstechnischen Belangen
388die Standortfrage eine große Rolle spielen. Belästigungen der
389Bevölkerung durch Geruch oder hohes Verkehrsaufkommen sind zu vermeiden.
390Transporte von Atommüll lehnen wir bis zur Findung eines geeigneten Endlagers
391ab. Sie sind gefährlich, teuer und nutzlos. Sollten dennoch Atomtransporte durch
392den Landkreis Meißen
393führen, fordern wir einen größtmöglichen Schutz und eine umfassende
394Informationspolitik gegenüber der Bevölkerung.
395Seit nunmehr fast 10 Jahren gibt es in unserer Region verstärkt Bemühungen von
396verschiedenen Firmen, die reichen Bodenschätze wie Kies, Kiessand, Grauwacke und
397anderes zu fördern. Diese wurden durch das bis 1996 geltende Bergrecht
398begünstigt. Oftmals werden Antrage zum Gesteinsabbau
399auch für ökologisch hoch sensible Gebiete gestellt. Diese dürfen nicht oder nur
400mit verschärften entsprechenden Auflagen gestattet werden.
401Wir setzen vielmehr auf Recycling von Bauschutt, Altschotter und anderen
402Baumaterialien. Diese Gewerbe schaffen mindestens soviel Arbeitsplätze wie der
403Gesteinsabbau in der unberührten
404Natur. Bürgerinitiativen vor Ort finden unsere konkrete Unterstützung in Sach-
405und Rechtsangelegenheiten.
406Dem Raubbau in Auenlandschaften muss Einhalt geboten werden. Dies dürfte nicht
407zuletzt auch eine der Lehren aus den vergangenen Hochwassern sein.
10.04.2014, 15:30 Uhr

Kommentar von Thoralf

Bitte in Zeile 396 10 Jahre in 15 Jahre ändern, lg
10.04.2014, 15:39 Uhr

Kommentar von Thoralf

Zeile 396: Bitte 10 in 15 Jahre ändern
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